Ich glaube ich wäre aufgeregter, wenn ich mehr geschlafen hätte
Zwei kleine Warnungen vorweg:
- Ein Großteil dieses Artikels wurde während der Anreise geschrieben, mit… etwas Schlafmangel. Falls man das merkt, tut es mir sehr leid.
- Ich bin gerade in emotionaler, sentimentaler Abschiedsstimmung. Es werden sich hier also ein paar Insider finden. Sorry.
Die Bahnfahrt
Der Plan war eigentlich, kurz vor Mitternacht am 02. 09. den ICE 1540 nach Dortmund zu nehmen, dort in den ICE 525 umzusteigen und direkt bis zum Flughafenbahnhof zu fahren.
Wie das immer so ist, entschied sich die deutsche Bahn spontan, diesen Plan zu ändern.
Spontan bedeutet in diesem Falle leider: ich stand halb zwölf mit meinen (wunderbaren! ❤️) Freunden am Gleis, als meine App mir die gute Nachricht zeigte: ‘Connection no longer available’
Zum Glück fuhr der Zug, der am Gleis direkt gegenüber stand, zufällig nach… Frankfurt!
Das erste Problem hierbei: Er fuhr in fünf Minuten ab, also 20 Minuten früher als meine geplante Verbindung.
Das zweite Problem hierbei: meine Eltern und damit auch mein Gepäck waren noch nicht da.
Einen panischen Anruf später haben wir uns dann doch noch alle gefunden. Nach viel zu wenig Zeit, um sich von allen richtig zu verabschieden (fühlt euch bitte alle jetzt noch einmal ganz fest umarmt!) bin ich hektisch in den Zug gesprungen.
Die Tür war noch offen, also konnte ich noch hören, wie alle mir eine wunderbare (wenn auch ein bisschen out-of-tune. Sorry, Leute 😅❤️), umgeschriebene Version von Bohemian Rhapsody gesungen haben.
Hier noch mal krassen Credit an den Artist, das war sooooo crazy.
Mein (zugegebenermaßen SEHR gescheiterter) Versuch, letztes Selfie mit allen zu machen. Ich werde euch also statt mit meiner Handy-Speicherkarte mit meinem Herzen erinnern, Leute <3
Die Bahnfahrt selber war eigentlich sehr entspannt. Der Zug war relativ leer und ich hatte einen Vierersitz nur für mich. Geschlafen habe ich trotzdem nicht so viel, wie ich mir gewünscht hätte, die Kunst, auf einem Zugsitz eine bequeme Position zu finden habe ich noch nicht gemeistert (und glaubt mir: ich habe VIELES ausprobiert).
Der Zug ging übrigens von Göttingen über Franfurt (mein Ziel) nach Zürich- ich musste also an ganz Erinnerungen (Heuschrecken!) und Zukunftspläne denken
Ganz kurz vor Sonnenaufgang bin ich am Frankfurter Hauptbahnhof angekommen, dann ging es mit der S-Bahn weiter zum Flughafen.
(Fünf Stunden) Wartezeit am Flughafen. Yay!
Dieses etwas unspektakuläre Schild begrüßte mich am Flughafen- es war schon ein schönes Gefühl, diesen kleinen ersten Teil der Reise trotz allem pünktlich geschafft zu haben
Keine Sorge, ich kürze die fünf Stunden Wartezeit für euch ab: ich bin müde. Mein Gepäck ist schwer. Ich bin durch den halben Flughafen gelaufen (mindestens!), habe aber trotzdem kein gemütliches Café gefunden.
Naja, dafür habe ich jetzt Zeit, diesen Artikel zu schreiben.
… und nur noch drei Stunden Wartezeit, bis wir als Mexiko-Freiwilligengruppe zum Check-in verabredet sind.
"The Square"- ein zugegebenermaßen cool aussehender Teil des Flughafens, der, soweit ich es verstanden habe, an New York orientiert sein soll. Trotzdem leider auch hier kein Café
Der Flug
Ungefähr drei Stunden später (ich habe dann doch noch ein Café gefunden) haben wir uns dann endlich alle vor den Check-in Schaltern getroffen.
Sobald wir vollzählig waren, haben wir uns am selbst-Check in versucht. Und sind spektakulär gescheitert.
Also haben wir es old-school am normalen Schalter gemacht. Nach der Gepäck- Abgabe (mein Koffer war plötzlich ein halbes Kilo schwerer- und damit genau 22,9 kg. Erlaubt waren 23…) und einem ersten Gruppenbild ging es durch die Sicherheitskontrolle.
Mal abgesehen von einem geöffneten Rucksack wegen einem anscheinend überaus verdächtigen UNO-Spiel lief hier alles problemlos.
Der Flug hatte zwar eine gute Stunde Verspätung und war überbucht, sodass wir unsere Plätze erst eine halbe Stunde vor Abflug bekamen, aber dafür gab es kostenlos Snacks und Drinks an Board sowie zwei warme Mahlzeiten.
Und natürlich wunderschöne Aussichten.
Sorry für die vielen Fotos… 😅
(Ich hoffe das war) Grönland- ganz eventuell auch Island.
Einfach nur schöne Wolken- manchmal muss so ein Foto auch sein
Und last but not least: Mexiko City von oben
Geschlafen habe ich leider insgesamt ungefähr eine Stunde- das war nicht genug…
Der letzte Teil der Reise: von Mexiko City nach Puebla
Nach der Landung in Mexiko City, ca. 19 Uhr Ortszeit, also 03 Uhr morgens nach Deutscher Zeit, haben wir unser Gepäck abgeholt, unser vorläufiges Visum vorgezeigt und wurden von Guillo und Luis empfangen, zwei Koordinatoren des Mexikanischen Roten Kreuzes.
Dann ging es mit dem Bus weiter nach Puebla. Leider hatten wir den ersten knapp verpasst und mussten eine Dreiviertelstunde auf den nächsten warten. Nicht das wir eine Wahl hatten, aber das hat sich aber definitiv gelohnt! Dieser Bus hatte mit Abstand die gemütlichsten Sitze, die ich je erlebt habe- endlich konnte ich also etwas Schlaf nachholen.
Nach ungefähr zwei bis drei Stunden (ich habe, wie gesagt, geschlafen und war zu müde, genau auf die Uhr zu gucken, upsi 😅) sind wir dann endlich in Puebla angekommen.
Anschließend sind wir alle mit dem Auto zu Guillos Haus gefahren, wo wir die nächsten drei Tage verbringen werden.
Ungefähr 01:30 Ortszeit, also 09:30 Uhr deutscher Zeit konnten wir hier endlich in unsere Betten fallen.
Alles Liebe, liebe Grüße zum ersten Mal aus Puebla und bis bald 🫶
PS: So you think I could leave you and just forget? So you think I could leave you and never regret, Ohh, babies, can’t do this to you, babies Just gotta keep you, just gotta keep you forever near
Ohhhh, Oh yeah, oh yeah
You’ll always do matter, I hope you do see You’ll always do matter You’ll always do matter … to me
Danke für Alles, Leute