Ich glaube ich habe noch nie so viel Zeit an einem Tag im Wasser verbracht. Und so viele verschiedene Größen an Cola- Flaschen gesehen.

Nachdem am Freitag die Kultur Pueblas und die Stadt selber im Mittelpunkt stand, ging es heute entgegengesetzt dazu aus der Millionenstadt raus, in die Natur. Unser Ziel: die ‘Cascadas (Wasserfälle) De Ahuehuetla’


Aufstehen, Einkaufen und Hinfahren

An unserem zweiten Tag in Puebla bin ich freiwillig und glücklich (glaubt ihr mir nicht, oder?) 06:30 Uhr Ortszeit aufgestanden- danke an dieser Stelle an den Jetlag.

Nach einem -diesmal mexikanischen- Frühstück, einem kurzen Telefonat mit meiner Familie und schnellem Packen ging es auch schon los, wie immer im Van des Cruz Roja Mexicana (also, des Mexikanischen Roten Kreuzes). Außer uns sieben Freiwilligen waren noch zwei Freiwillige des Mexikanischen Roten Kreuzes dabei, ein Rettungsschwimmer des Mexikanischen Roten Kreuzes und natürlich Guillo, unser Koordinator. (Es ist ein großer Van.)

Der erste Zwischenstopp war in einem Walmart (jaja, klassisch mexikanisch, ich weiß). Und hier gab es wirklich ALLES, von Lebensmitteln über Haustierbedarf bis hin zu Werkzeugen. Mit am interessantesten fand ich jedoch die Mini-Colaflaschen, 0,1 L- die waren SO süß…

Gekauft habe ich übrigens nichts- aber die Erfahrung war spannend. Der Walmart- irgendwie erinnert uns die Einrichtung an einen Baumarkt- fälschlicherweise. Gut, es gibt hier zwar auch Baugeräte, aber auch SO viel mehr

Danach sind wir mit dem Van zum Startpunkt unserer Wanderung gefahren, das hat ca. anderthalb Stunden gedauert.


Der Hinweg

Sehr viele Runden Stadt-Land-Fluss später sind wir schließlich angekommen.

Die Wanderung verlief durch den Wald und zu einem Großteil durch den Fluss. Manchmal mussten wir schwimmen, oft hat das Wasser aber auch nur bis zu unseren Knien gereicht.

Die Natur war wirklich wunderschön, leider konnte ich einen Großteil des Weges keine Fotos machen, da mein Handy in einem wasserdichten Beutel verstaut war.

Trotzdem hier ein paar Highlights: Die Bäume auf den Fotos werden übrigens 'ahuehuete' genannt, was in Náhuatl so viel wie 'viejos de agua', also 'die Alten des Wassers', bedeutet. Wie der Name schon sagt, werden diese Bäume -übrigens die Nationalbäume von Mexiko und namensgebend für den Wasserfall- sehr alt und sind auf Wasser angewiesen. Der deutsche Name, mexikanische Sumpfzypresse, klingt leider sehr viel weniger klangvoll... Die Schmetterlinge hier waren wirklich unglaublich- ich habe mindestens vier verschiedene Arten gesehen, eine farbenfroher als die andere. Und einer von vielen Eseln, der auf dem Weg angeleint war. Sie werden hier als Pack- und Reittiere genutzt

Und noch mehr Fotos vom wunderschönen Wasser- Sorry, Leute.


Das Ziel

Im Gegensatz zum Hinweg, bei dem wir die ganze Zeit alleine waren, war an unserem Ziel, den Wasserfällen, ganz schön etwas los- aber auch verständlich, so spektakulär wie sie waren. Schaut selber :)

Hier haben wir relativ lange Pause gemacht und sind in dem See unter dem Wasserfall schwimmen gegangen. die 'Cataratas Ahuehuetla'

Danach gab es Mittagessen in einem Imbiss an den Wasserfällen. Mein Mittagessen: Quesadilla, also eine zusammengeklappte Tortilla mit Käse und für mich Pilze als Füllung ... Und die in der Einleitung schon erwähnte 3-Liter Cola-Flasche. Keine Sorge, die haben wir uns alle zusammen geteilt.


Der Rückweg

Rückzu haben wir uns entschieden, den Weg oben im Tal lang zu gehen. Die Kakteen sind beeindruckend, oder?

Das Highlight: die Tauffeier, an der wir vorbeigekommen sind. Wir sind dort kurz stehen geblieben, um der Life- Musik zuzuhören, und wurden einfach zum Essen eingeladen! So lieb und gastfreundlich und anscheinend typisch für mexikanische Dörfer.

Schließlich sind wir alle ein wenig erschöpft wieder am Van angekommen und zurück nach Puebla gefahren- auf dem Rückweg hat es angefangen zu regnen, und bis jetzt (kurz vor zwölf) hat es noch nicht wieder aufgehört. Das ist die Regenzeit in Mexiko, was?

Liebe Grüße und bis bald 🫶