Oder: Über zu viele Zitronen, SIM-Karten und Tänze mit Wasserkanistern

Unser erster Tag in Puebla begann um neun mit einem wirklich tollen Frühstück. Neben exotischem Obst gab es auch die besten Pancakes, die ich je gegessen habe!


Der Vormittag: mit 20 Pesos im Mercado

Nach dem Frühstück sind wir mit dem Auto zu einem ‘Mercado’, also einer (nach deutschen Standards) riesigen Markthalle gefahren wurden. Hier gibt es so ziemlich alles zu kaufen, von Obst über Fleisch bis hin zu Make-Up und Kleidung. Normalerweise erledigt man hier am Wochenende einen Großeinkauf, in den Supermärkten werden eher keine frischen Lebensmittel gekauft. Der Mercado von innen- jaja, das Foto ist nicht so aussagekräftig, ich mache demnächst noch mal ein besseres...

Unsere Aufgabe war es hier, mit 20 mexikanischen Pesos (umgerechnet fünf Euro) möglichst teuere Sachen nach deutschen Standard zu kaufen.

Gar nicht so leicht, wenn man nicht genau im Kopf hat, wie teuer bestimmte exotische Lebensmittel genau in Deutschland sind…

Wir waren auf jeden Fall etwas überfordert.

… Und das hat dazu geführt, dass Elisabeth und ich jetzt ein Kilo Zitronen und ein Kilo Granatäpfel besitzen und ehrlich gesagt nicht wissen, was wir damit machen sollen.


Mittags: Schulungen, scharfe Soßen und SIM-Karten

Anschließend ging es zum Hauptstandort des Mexikanischen Roten Kreuzes Puebla, wo wir einen Vortrag über Mexiko und Puebla gehört haben, unsere Markteinkäufe verglichen haben und eine Runde Bingo gespielt haben.

Außerdem gab es eine Auswahl an verschieden scharfen mexikanischen Spezialitäten (also Soßen, Gewürzpulver, Chili…) in kleinen Schälchen, durch die wir uns von weniger scharf bis sehr scharf durchprobiert haben- als kleiner Wettbewerb, wer am weitesten kommt. Ich habe es bis zur Mitte geschafft, beeindruckenderweise gab es aber auch drei Leute, die bis ganz zum Ende gelangt sind. Die scharfen mexikanischen Spezialitäten- je weiter links, desto schärfer. Wobei, selbst bei der Soße am weitesten links würden Einheimische vermutlich 'no pica', also 'ist nicht scharf' sagen

Nach einem (noch eher europäischen) Mittagessen haben wir uns um neue SIM-Karten gekümmert, um auch hier ohne horrende Kosten mobile Daten nutzen zu können.


Der Nachmittag: Tanzkurs und Kochbanane

Dann ging es zurück zum Roten Kreuz, wo mexikanische Freiwillige einen Tanzkurs für uns vorbereitet hatten. Jetzt kann ich (zumindest ein kleines bisschen) Bachata tanzen. Viel wichtiger war aber der Spaß, den wir alle beim Tanzkurs hatten!

Erschöpft sind wir kurz vor neun wieder in Guillos Haus angekommen. Zum Abendessen gab es gebackene Bananen, die ich mit süßer Kondensmilch und (auf dem Mercado gekauften 😉) Räucherkäse gegessen habe. Definitiv eine interessante Kombination aus Geschmäckern, süß und salzig, und typisch mexikanisch. Die Kochbanane...

Jetzt, kurz vor 11, freue ich mich auf das Schlafengehen. Gute Nacht, Leute! 🫶