Oder: lächeln und winken, Männer, lächeln und winken

Heute war der letzte ganze Tag des Ankunftsseminars. Und der erste Tag, an dem wir bei unseren Gastfamilien schlafen. Details folgen :)


Vormittags: Picknick im Park

Frühstück gab es heute als Picknick in einem Park in der Nähe, zusammen mit den beiden Freiwilligen vom Mexikanischen Roten Kreuz, die auch gestern schon auf der Wanderung dabei waren- Paola und Salma.

Die beiden haben uns eine unglaubliche Auswahl an Tamales mitgebracht- mit Erdbeeren, Mole (eine Schokoladensoße mit Chili, eine Spezialität von Puebla), Hühnchen, Käse und so viel mehr. Zwei Tamales. Die "Grundsubstanz" besteht aus einem Maispulver, dem verschiedenste Zutaten hinzugefügt werden. Eingewickelt wird das Ganze entweder in den Hüllen von Maiskolben (links) oder in Bananenblättern (rechts)

Nach dem Essen haben wir uns eine Baseball-Partie angeguckt, die gerade auf einem Feld im Park stattfand. Nach achtzehn Jahren habe ich jetzt endlich, nach geduldigen Erklärungen von Knut, Elisabeth, Salma und Paola die Grundregeln des Spiels verstanden.

Nach einigen kurzen Spielen im Park und einer Belehrung zum Umgang und Zusammenleben mit den Gastfamilien und zur Kleidungsetikette ging es dann wieder im Van zurück zu Guillos Haus.


Mittags: Feier mit den Gastfamilien

Nach einem kurzen frischmachen (wir wollten uns unseren Gastfamilien schließlich von der besten Seite zeigen 😅) sind wir alle für runter in den Essenraum gegangen.

Nach einiger Zeit sind nach und nach unsere Gastfamilien angekommen, die wir dann bei einem gemeinsamen Essen kennen lernen konnten.

Ich wohne zusammen mit Klara bei Magui und Eugenio. Die beiden sind Architekten, wobei Magui auch unterrichtet.

Die beiden sind wirklich sehr süß und herzlich. Sie haben drei erwachsene Töchter und drei Hunde, reisen sehr gerne in alle Welt und haben mit uns schon die sechste Generation an Gastkindern bei sich aufgenommen.

… und die beiden reden sehr schnell. Ich bin sicher, sie haben noch viel mehr interessante Details über sich erzählt, aber naja… sie haben sie auf Spanisch erzählt…

Und obwohl ich meistens die Kernaussagen verstehe, verlasse ich mich doch belastend häufig auf die Strategie der Pinguine von Madagaskar: Lächeln und winken.


Abends: bei Magui und Eugenio ankommen

Nach einem tränenreichen und dramatischen Abschied von den mexikanischen Freiwilligen (ich vermisse sie jetzt schon 🥲) sind wir mit dem Auto zu Maguis und Eugenios Haus gefahren.

Die beiden wohnen in einer (glaube ich) sehr ruhigen Nachbarschaft, im nördlichen Zentrum von Puebla. Zu Fuß sind es nur 40 Minuten zum Mexikanischen Roten Kreuz und die beiden haben uns sogar angeboten, uns Fahrräder zur Verfügung zu stellen.

Das wollen wir auf jeden Fall mal ausprobieren, obwohl der Verkehr hier sehr gefährlich sein soll und es leider auf dem Rückweg die ganze Zeit bergauf geht…

Nach dem Ankommen haben wir erst einmal unsere Koffer in unsere neuen Zimmer gestellt (ja, ich habe endlich ein eigenes Zimmer 🥳) und dann noch mitgenommenen Kuchen von der Feier gegessen und uns dabei sehr lange unterhalten- oder es zumindest probiert…

Der Kuchen war gut, aber ich bin jetzt unglaublich satt- und es sind inzwischen schon zwei Stunden vergangen…

Schließlich haben wir einander gute Nacht gesagt, ich habe noch schnell meine Sachen ausgepackt und das Zimmer eingerichtet und schreibe jetzt diesen Artikel. So sieht mein Zimmer aus (bevor ich ausgepackt habe, mind you. So viel Zeug habe ich dann noch nicht mitgenommen...)

Das war’s für heute, hab euch alle lieb, denke an euch und gute Nacht, Leute! 🫶

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