Oder: Vorschulkinder, nicht explodierende Pappvulkane und einer Reise
Das wird ein kurzer Artikel, sorry. Das meiste steht im Eintrag über Puerto Escondido. Liegt daran, dass wir schon Mittwochabend losgefahren sind.
Arbeit beim CRM: Eine Vorschule kennen lernen
Wir waren sowohl Montags als auch am Mittwoch mit dem CRM bei der selben Vorschule.
Hier haben wir Kursen zur Katastrophenprävention gegeben, erst den Kindern, dann den Lehrern.
Und sagen wir so: eine der beiden Gruppen hat ein wenig mehr mitgenommen… 😅 (dafür war die andere süßer!)
Hier noch mal der Inhalt des Mochilas de Emergencia- ausnahmsweise auf dem Boden ausgebreitet, damit die Kinder besser sehen können
Es war schon eine Herausforderung, den teilweise erst drei Jahre alten Kindern etwas über den Mochila de Emergencia zu erzählen- vor allem, wenn der Vortrag eher für sechsjährige vorbbereitet gewesen war. Glücklicherweise hatten wir Unterstützung von Abraham, einem mexikanischen Freiwilligen.
… Irgendwann sind wir aber trotzdem einfach dazu übergegangen, den Kindern die Schutzbrillen aufzusetzen und ihnen zu sagen, dass sie sehr cool damit aussehen (das war sooo süß wie die sich dann darüber gefreut haben ☺️). Alternativ haben wir auch noch einzelne Gegenstände aus dem Rucksack hochgehalten und in den Raum gefragt, ob sie wissen, was das ist. Das hat deutlich besser funktioniert als frontales Vortragen- auch wenn z.B. Mückenschutzspray selten nicht erkannt wurde. Und leider unsere Taschenlampe nicht funktioniert hat (was wir natürlich erst gemerkt haben, als wir sie zum vorzeigen anmachen wollten 😬 😅).
Wir haben also mit jeder Kindergruppe, insgesamt waren es sechs á ca. acht Kinder, mehr dazugelernt.
… und die Kinder hoffentlich auch. Zumindest ein bisschen.
Auch der Workshop für die Lehrerinnen bzw. Erzieherinnen war toll. Fachlich ein bisschen tiefer, und die waren wirklich das beste Publikum, dass man sich vorstellen kann- aufmerksam, partizipativ und sehr, sehr lieb. (Und ja, ich gebe zu, sie haben uns Süßigkeiten und Chips ausgeteilt… 😅 was meine Meinung… natürlich nicht beeinflusst hat).
Inhaltlich ging es in diesem Workshop erst um Vulkanismus: wie Vulkane entstehen, welche Arten es (in der Nähe von Puebla) gibt, wie man sich auf Ausbrüche und Aschefälle vorbereitet und sich in diesem Falle verhält.
Darüber hinaus ging es um Erdbeben und damit zusammenhängend wieder um den Plan Familiar de Emergencia und den Mochila da Emergencia- dieses Thema haben Caity und ich zu zweit vorgetragen. Wir haben eventuell das wichtigste Detail, dass dieser Rucksack für genau drei Tage gedacht ist, am Anfang vergessen (aber noch am Ende erwähnt!), sonst lief alles super. 😊
Insgesamt haben mir beide Tage, trotz des frühen Aufstehens, viel Spaß gemacht.
… in den Vulkan haben wir übrigens am Ende nur eine Wunderkerze gesteckt. Die ‘Explosion’ mit Natron und Essig haben wir dann doch gelassen aus Angst, unser Meisterwerk zu ruinieren…
Hat trotzdem für Begeisterung gesorgt.
Das Visum. Part 4
Darum haben wir uns am Dienstag gekümmert- vier Tage vor der Ablauffrist unseres vorübergehenden Visums, also ziemlich knapp 😅 … Zum Glück gab diesmal kein Drama- und wir haben das Visum sogar für die Hälfte des eigentlichen Preises bekommen, weil wir Freiwillige sind. So sind aus knapp 600€ nur 277 € geworden. 🥳
Unsere Unterlagen (die praktischerweise eine Anwältin für uns ausgefüllt hat) werden jetzt geprüft, und bald werden wir (hoffentlich!) eine Mail vom mexikanischen Außenministerium bekommen, noch einmal zu diesem Büro gehen und unser fertiges Visum ausgehändigt bekommen.
Ich hoffe, jetzt wird alles funktionieren- es war auf jeden Fall ein langer Weg…
Chalupas
In diesem Abschnitt ist nicht viel Inhalt. Wir waren einfach mit Mague Chalupas essen- das sind kleine, in Öl gebratene und mit (zumindest für mich scharfer) Soße und eigentlich Fleisch belegte Maisfladen.
Und sie sind sehr lecker. Deswegen gibt es jetzt hier auch ein Bild von ihnen.
Chalupas 🤩 🥳
Die Reise nach Puerto Escondido
Wir sind mit dem Nachtbus die achteinhalb Stunden nach Puerto Escondido gefahren.
Nach dem Buchen hat uns der alte Koordinator des DRK dann gesagt, dass man als ‘Tourist’ sicherheitstechnisch gesehen eigentlich keine Nachtbusse nehmen sollte und die Gefahr, ausgeraubt zu werden ziemlich hoch ist. Upsi 😬 😅.
Also haben wir unser Geld an verschiedenen, mehr oder weniger kreativen Stellen versteckt- z.B. habe ich Geldscheine in eine Socke gesteckt und mir diese unter der Hose ans Bein gehängt. War weniger unbequem als erwartet und tatsächlich unauffällig.
Zum Glück sind wir unausgeraubt angekommen- und die Fahrt, vor allem die Sitze, war wirklich angenehm und gemütlich.
Insgesamt waren wir in drei verschiedenen Hostels. Die stelle ich euch einmal hier vor, den Rest der Reise(-aktivitäten) könnt ihr im gesonderten Artikel nachlesen 😉
Das erste Hostel: La Palmera
Ich würde sagen, das war das Alternativste, von den Leuten her, und auch von der Lage- direkt am Surferstrand, und leider relativ weit weg von allen Bademöglichkeiten.
In der Umgebung gab es viele tolle Cafés, einen Kaktuspfad und die Menschen waren sehr offen und haben uns gut aufgenommen.
Der Kaktuspfad- ich war noch nie so motiviert, nicht zu stolpern...
… aber eventuell sollte jemand den Freiwilligen, die an der Rezeption arbeiten, mal erklären, was ein T-Shirt ist.
Außerdem gab es eine sehr süße Katze hier, Magdalena.
Magdalena ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️ ❤️
Sonst habe ich leider keine Fotos gemacht, außer von einem Wandgemälde, das ich lustig fand.
Das Wandgemälde im Hof des Hostels
Ach ja, und ein Leguan der unsere Sachen sehr interessant fand.
Larry der Leguan
Das zweite Hostel: Vivemar
An sich war auch dieses Hostel sehr schön, aber wirkte wie eine anonyme Ferienanlage für etwas reichere Menschen. Und es gab keine Küche, dafür aber eine viel zu motivierte Klimaanlage. Ich schwöre, ich habe nachts trotz Decke, Tuch und Fleecejacke gefroren…
Schnappschüsse aus dem zweiten Hostel
Das Schöne hier war, dass es direkt am Playa Zicatela lag. Trotzdem haben wir uns entschieden, aus den ursprünglich geplanten zwei Nächten hier zu eine zu machen- wir hatten ein bisschen Angst, noch einmal so Pech beim Essen gehen zu haben (und wollten noch mal in die Nähe von Stränden, an denen man baden kann 😅)
Die 'Pizza', die wir Abends in einem Restaurant in der Nähe gegessen haben. Ich habe noch nie eine so traurige Pizza gesehen. Kann man das überhupt Pizza nennen?
Das dritte Hostel: Vivo Escondido
Mein persönlicher Favorit. Dieses Hostel lag schön nah am Strand, und ich mochte die Atmosphäre echt gerne- genau die richtige Mischung aus persönlich, aber trotzdem nicht klein oder beengend.
Und es gab mehrere Katzen.
Das Hostel- leider habe ich hier irgendwo meine Regenjacke verloren 🥲